HOME  |  REVIER  |  TOUREN  |  INTERAKTIV  |  ALBUM  |  KONTAKT

Sachsen    Erzgebirge    Sächsische Schweiz
   

Erzgebirge

Region

Ein Bild sagt mehr wie tausend Worte:

Die weitaus größere Region des Tourengebietes ist das Erzgebirge.

Hier finden sich fast unzählige Straßen. Fast allesamt interessant und häufig mit wenig Verkehr. Diese Straßen verfügen jedoch meist über einen geringen Ausbaustatus bzw. befinden sich in reparaturbedürftigem Zustand. Leider! Aber es tut sich einiges im Straßenbau. Vor allem rund um die neue Trasse der A17 Richtung Prag. So gibt es auch im Hinterland manch lobenswerte Ausnahme, wo es gar nicht vermutet. Hier kann man es richtig krachen lassen! Unangenehme Nebenwirkung dieses Bautreibens sind Baustellen und Vollsperrungen, die jedes Frühjahr wie Krokusse aus dem Boden schießen.

Die großen Bundesstraßen sind weniger zu empfehlen. Sie dienen häufig dem Transitverkehr in die angrenzende tschechische Republik und sind deshalb häufig überfüllt. Ähnlich ergeht es den Parallelrouten zur A4 und zur A73 mit ihren Mautprellern.

Topographie

Die höchste Erhebung auf deutscher Seite bildet der Fichtelberg (1215m) bei Oberwiesenthal (914m, höchstgelegene Stadt Deutschlands).

Oberwiesenthal mit Fichtelberg

Er wird nur noch durch den gegenüberliegenden Keilberg (1244m) auf tschechischer Seite überragt. Insgesamt verläuft die deutsch-tschechische Grenze über die Kammregion des Erzgebirges. Südlich des Osterzgebirges schließt sich das Böhmische Becken an. Östlich die Sächsische Schweiz mit ihrem Elbsandsteingebirge. Südlich des Westerzgebirges liegt, getrennt durch das Tal der Eger, das Duppauer Gebirge als tschechisches Mittelgebirge mit den Städten Karlovy Vary (Karlsbad) und Chomutov (Komotau). Im Westen schließt sich das sächsische Vogtland mit dem Elstergebirge an.

Im Norden lässt sich die Grenze des Erzgebirges topographisch nicht genau bestimmen, da das Gebirge sehr flach abfällt. Der Tradition folgend liegt Chemnitz nicht mehr im Erzgebirge. Die Region zwischen Zwickau und Chemnitz wird auch als Erzgebirgsvorland bezeichnet. Das Erzgebirge geht nördlich dann langsam in das Sächsische Hügelland und das Sächsische Elbland über.

Aufgrund der topographischen Gegebenheiten finden sich im Erzgebirge viele Stauseen und ~becken. Die Talsperre Eibenstock war das größte Talsperrenprojekt der DDR und wurde von 1974-1984 errichtet. Heute ist sie die größte Talsperre im Freistaat Sachsen, sowohl vom Inhalt als auch vom Absperrbauwerk, welches als gerade Gewichtsmauer ausgeführt ist.

Vegetation

Vor der Besiedlung des Erzgebirges waren große Teile Sachsens im 11. Jahrhundert mit Miriquidi (Dunkelwald, Urwald) bewachsen. Durch Bergbau und Besiedlung ist das Erzgebirge fast vollständig zur Kulturlandschaft umgestaltet worden. In den relativ unzugänglichen und klimatisch ungünstigen Kammlagen befinden sich auch heute noch große zusammenhängende Waldgebiete. Die forstwirtschaftliche Nutzung findet seit dem 18. Jahrhundert statt und stützt sich zumeist auf Monokulturen von Fichten. Aufgrund der besonderen klimatischen Verhältnisse gibt es bei Satzung bereits auf knapp 900m ü. NN ein natürliches Latschenkiefern-Gebiet.

Geschichte und Tradition

Die Geschichte der Bergbautradition beginnt im 12. Jahrhundert, als die ersten Silbererze bei Freiberg entdeckt wurden. Nahezu zeitgleich wurden weiter südlich Zinnerze gefunden, die Bergbaustädten wie Seiffen oder Graupen ihren Namen gaben. Das Bergregal (Nutzungsrechte) besaß der damalige Markgraf von Meißen. Mit seiner Einladung "Wo eyn man ercz suchen will, das meg her thun mit rechte" löste er das erste 'Berggeschrey' (vergleichbar 'Goldrausch') aus. Um genügend Bergleute, Köhler und dergleichen anzulocken wurden diese von den Feudalabgaben befreit und brauchten nur eine direkte Steuer in Form des 'Bergzehnts' zu zahlen. Weitere reiche Silberfunde im 15. Jahrhundert lösten das zweite oder 'Große Berggeschrey' aus. Zu jener Zeit begründet sich auch der Reichtum Sachsens, das durch den Silberbergbau zu einem der reichsten Länder Europas wurde. Im 17. Jahrhundert kam der Bergbau jedoch fast zum erliegen. Viele handwerkliche Traditionen begründen sich in dieser Zeit. Denn um neue Einnahmequellen zu erschließen, widmeten sich die Leute nun der Schnitzkunst. So ist die Erzgebirgische Holzkunst heute vor allem in der vorweihnachtlichen Zeit überregional bekannt und beliebt, wenn es um Nussknacker, Schwibbögen, Pyramiden, Räuchermännel und Spanbäume geht. Nach der Erfindung des Kobaltblau lebte der Bergbau erneut auf. Die staatlichen Blaufarbenwerke konnten fast 100 Jahre ihr Welt-Monopol halten. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wurde bei Joachimsthal dann auch Uranerz zur Farbengewinnung gefördert. Bis 1945 galten die Joachimsthaler Bergwerke als einzige Urangrube der Welt. Zur Rohstoffgewinnung im 1. und 2. Weltkrieg wurde der Bergbau noch einmal forciert. Als Ende der 30er Jahre die Kernspaltung für militärische Zwecke interessant wird, wird die gesamte Uran Produktion beschlagnahmt. Nach der Präsentation der Atombombe durch die Amerikaner beschließt auch die Sowjetunion ein Atomprogramm und gründet in der sowjetischen Besatzungszone unter dem Tarnnamen SAG Wismut eine Abbaugesellschaft. 1953 wurden alle SAG's in VEB's (Volkseigne Betriebe) der 1949 gegründeten DDR umgewandelt, nur die Wismut erhielt 1954 den Sonderstatus als SDAG (sowjetisch-deutsche Aktiengesellschaft) mit jeweiliger 50%-Beteiligung.

1990/91 wurde der Uranbergbau schlagartig eingestellt und auch der Abbau von Zinn~, Blei~ und Zinkerz kam zum erliegen. Auch die Verhüttung wurde Anfang der 90er eingestellt. Das einzige noch schachtfördernde Bergwerk des Erzgebirges befindet sich im Lengefelder Ortsteil Kalkwerk. Hier wurden während des 2. Weltkriegs auch ein Großteil der Dresdner Kunstschätze versteckt.

Die Holz~ und Spielwarenproduktion hat sich bis heute als überregional bedeutsam gehalten. Aber auch hier spiegelt sich in vielen Räuchermännel die Bergbautradition wieder.

Kultur

Besondere Berücksichtigung findet die Weihnachtszeit, so wie es sich auch in der Schnitzkunst widerspiegelt. Viele Dörfer verwandeln sich mit reich geschmückten Fenstern und öffentlichen Plätzen in ein Lichtermeer. Weihnachtsmärkte sind weit verbreitet und ziehen viele Besucher und Touristen an.

Als musikalische Vertreter sind heute 'De Randfichten' mit volkstümlicher Stimmungsmusik bekannt.

Fichtelberghaus

winterliches Oberwiesenthal mit Fichtelberg

Schaubergwerk Großolbersdorf

Kalkwerk

Augustusburg

Talsperre Klingenberg

Talsperre Malter

Eibenstock mit Stausee

Müglitztal

Spanbaumstecher

Nußknacker

Schwibbogen

modernes Räuchermännel Modell Biker

Räuchermännel

Weihnachtsmarkt in Marienberg

Tour Initiator

Näheres zum Initiator der ESS-Tour erfährst du auf diesen Seiten unter dem Profilnamen -troy-.

Kooperation

Als Tourer 571 freue ich mich über den Kooperationspartner FJR-Tourer Deutschland.

Förderprojekt

Überschüsse aus Veranstaltungen fließen als Spende an die Tansaniahilfe Schlosser Stiftung 3-zum-Leben
freenetBIKER Sachsen      www.menne.org      Impressum